„Selbst ein Quadratmeter Natur ist so kompliziert und wunderschön geschaffen worden, dass es sich der Mensch nicht anmaßen darf, jemals das Wissen zu haben, so ein Kunstwerk übertreffen zu können. Sollte er jedoch die Notwendigkeit haben, dieses zerstören zu müssen, muss er sich sehr genau überlegen, ob er die Berechtigung dazu hat und was er an dieser Stelle dafür hin setzt. Ansonsten soll er es besser so lassen, wie es ist.“ Paul Claudel, französischer Schriftsteller, Dichter und Diplomat

Personenkomitee

Gerhard Klingenberg, Theaterdirektor i. R.; Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik, Unteraichwald:

Investoren investieren nicht aus Menschenfreundlichkeit! Investoren investieren um Profit zu machen! Das ist ihr gutes Recht. Aber nicht, wenn sie es zum Schaden anderer tun! Und Politiker die Investoren zu diesem Profit verhelfen, tun das zu Schaden ihrer Wähler. Und wenn sie das tun, sollten wir sie nicht mehr wählen!

Hannes Rauchberger, Filmemacher, Geschäftsführer AlphaVillePro, Wien/Unteraichwald:

Der Aichwaldsee ist einer der letzten Kärntner Seen, die nicht komplett verbaut und dem schnellen Geld geopfert wurden. Für die Einheimischen muss das Landschaftsschutzgebiet rund um den Aichwaldsee unbedingt erhalten bleiben. Und: Für einen modernen Tourismus brauchen wir keine zusätzlichen Betten. Da stehen genug Zimmer leer...

Michael Ceron, Biobauer, Gemeinderat Die Grünen Finkenstein

Das Grüne Team Finkenstein wird gegen diese Pläne ankämpfen, Transparenz im Zustandekommen der Beschlüsse und Vertragsunterzeichnungen der Gemeinde einfordern und mit allen Mitteln eine Verbauung dieses schönen Naturjuwels zu verhindern suchen.

Prof. Mag. Roland Arrich, Leiter des Instituts für Berufspädagogik, Pädagogische Hochschule Kärnten - Viktor Frankl Hochschule  Ich bin dafür, dass dem Aichwaldsee das Schicksal vieler Kärntner Seen (Faakersee, Wörthersee etc.) erspart wird: Die EU kristisiert seit jeher die extreme VERHÜTTELUNG der erwähnten Kärntner Seen. Dies muss hinsichtlich des Naturjuwels Aichwaldsee unbedingt verhindert werden!

Michael Johann, Landtagsabgeordneter, Die Grünen Kärnten  Der Aichwaldsee und das Landschaftsschutzgebiet dürfen nicht dem Profitstreben geopfert werden. Dafür werde ich mich als Vorsitzender des Naturschutzausschusses im Kärntner Landtag mit aller Kraft einsetzen!

Ferdinand Posnik, Experte für Tourismusentwicklung, Oberaichwald:

Der Kärntner Tourismus braucht keine weiteren Betten oder Bauten. Die Auslastung der Betten liegt in Kärnten im Sommer bei 30% und im Winter bei 20%. Es braucht Konzepte um die bestehenden Betten auszunutzen. Wir müssen aus dem Verhandenen mehr machen.

Erika Wrolich, Volksschullehrerin, Latschach: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Vernunft besitzt. Aber kein anderes Lebewesen würde jemals so unvernünftig handeln. Genau diese Unvernunft unterstelle ich der SPÖ, ÖVP und den Freiheitlichen der Gemeinde Finkenstein, die einem 30jährigen Pachtvertrag des Strandbades Aichwaldsee zugestimmt haben. Welche Dreistigkeit ist diesen Politikern zu eigen, dass sie sich anmaßen, ein Naturjuwel binnen 60 Minuten – ohne vorher die Gemeindebürger zu informieren – zu verscherbeln? Hat man aus dem Zubetonieren des Faakersees aber auch wirklich nichts gelernt? Muss jede Wiese, jedes naturbelassene Erholungsgebiet - von Einheimischen und Gästen geliebt und wertgeschätzt – Gott Mammon weichen? Ich bin mir sicher, dass der Wähler demokratiebewusst genug gebildet ist und dieser Politik eine klare Absage erteilen wird. Die nächsten Wahlen sind im März!

Björn Zedrosser, Alpenverein Villach Jeder Mensch hat das angestammte Recht sich rücksichtsvoll aber frei in der Natur (Erholungslandschaft) zu bewegen. Die Sicherung des freien Zuganges zu den Erholungsräumen wäre die Aufgabe verantwortungsvoller Politik. Der Aichwaldsee als einer der letzten Seen muss weiterhin unverbaut bleiben.

Mag. Ulrike Knely, Geographin, dipl. Ökologin, Ornithologin, Naturpark Dobratsch  Das Landschaftsschutzgebiet Aichwaldsee ist mit seinen weitgehend natürlichen Uferzonen von großer ökologischer Bedeutung. Als besonders schutzbedürftige Tierart ist der vom Aussterben bedrohte Edelkrebs zu nennen. Der See stellt eines der letzten intakten Ökosysteme Kärntens dar und ist somit vor jeglicher Verbauung zu schützen!

Rolf Holub, Umweltlandesrat, Die Grünen Kärnten:

Es sind Naturschätze wie der Aichwaldsee, die Kärnten so einzigartig machen: Eine hohe Lebensqualität ist direkt mit einer intakten Natur verbunden. Daher ist es eine zentrale Verpflichtung, für den Schutz unserer Naturschätze zu sorgen. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere nachkommenden Generationen.

Werner Sitter, Gemeinderat Finkenstein, Liste Sitter

In der Überzeugung, dass jede Stimme gegen einen Verbauungs- und Privatisierungsanschlag, auf einen der letzten unberührten Naturbadeseen in Kärnten, eine sehr wertvolle Unterstützung der hiefür kämpfenden Bürgerinitiativen darstellt, unterstütze ich auch die Bürgerinitiative „Rettet den Aichwaldsee“ weil es mir in dieser Angelegenheit rein um die Sache geht. Die Rechte der Einheimischen, die Unberührtheit, die Natürlichkeit und die damit verbundene Romantik des Aichwaldsee muss respektiert und erhalten bleiben – und das für alle Zeiten!

Gerlinde Ortner, Finkenstein

Unser Landschafts- und Bodenverbrauch liegt jenseits jeder Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen. Allein in Finkenstein wurden in den letzten 20 Jahren ein Fünftel unserer Wiesen und Äcker, und damit unserer herrlichen Landschaft, verbaut. Den Zugang zum und sogar die Sicht auf den Faaker See hat man uns genommen. Wir haben 2015, im Jahr des Bodens, einen Punkt erreicht, wo entschieden dagegen aufzutreten ist, dass Güter, die Lebensgrundlage aller sind, weiterhin Einzelinteressen geopfert werden. Der Wert des Aichwaldsees für uns alle und als Grundlage des Tourismus von morgen liegt in seiner Ursprünglichkeit.

Martin Schriebl-Rümmele, Journalist, Geschäftsführer ampuls verlag, Unteraichwald  Der Aichwaldsee ist ein Erholungsraum für Menschen aus dem gesamten Großraum Villach und viele Gäste, die nicht zuletzt aufgrund dieser immer seltener werdenden Erholungsräum in Kärnten urlauben. Es ist kleingeistig ein solches Kleinod verbauen oder gar verkaufen zu wollen. Wir sollten das, was uns dieser Planet schenkt, schützen – es gibt keine zweite Erde.